Archiv für die Kategorie ‘Statistiken’


Geocaching - Loggen

Heute Morgen las ich im Blog von Schnueffler den Artikel „Dreister Found ohne Dose“. Geht denn das überhaupt? Die Regeln bei Geocaching.com sind eindeutig:

Logging of All Physical Caches: Geocaches can be logged online as Found once the physical log has been signed.

Trotzdem nur Haarspalterei von Schnueffler oder einfach eine sehr großzügige Art der Auslegung derjenigen, die es trotzdem machen?

Geocaching Bayern lässt gerade eine Abstimmung zu der Frage laufen:“Wann darf ein „Found it“ geloggt werden?“. Aktuell ist mit 52 % die knappe Mehrheit der Meinung „Nur wenn ein physikalischer Eintrag ins Logbuch geschehen konnte.

Meine Meinung: Für mich gehört das reale Loggen vor Ort einfach dazu. Logbuch raus fummeln, Kugelschreiber gespitzt und aufpassen, dass einem nichts weg weht, ins Wasser oder unter einen Autositz fällt und wieder ungesehen verstecken. Das gilt für mich auch, wenn Muggels in der Nähe sind und ein unbeobachtetes Loggen unmöglich machen – das ist ja manchmal gerade die Herausforderung. Ansonsten könnte ich mich ja genau so gut unter einen Baum stellen, in dem ich einen T5er in 20 Meter Höhe sehe, und „Found it“ loggen – denn gefunden hab ich die Dose dann ja. Wenn das Logbuch scheinbar gemuggelt ist, dann habe ich halt Pech gehabt. Ob ich das auch so entspannt sehe, wenn z.B. ein komplizierter Multi oder ein gut vorbereiteter T5er ohne Logbuch geborgen wird – das weiß ich nicht.

Wenn der Owner großzügig ausgelegte Interpretationen von „Found it“ zulässt, geht das für mich auch in Ordnung. Ihn aber für die strenge Auslegung zu kritisieren, halte ich nicht für angemessen: „Aber wer mehr Wert auf Punkte statt auf Erlebnis legt wird m.E. immer wieder eine solche Entscheidung treffen.“ (also einen Found-Log nicht zuzulassen; Zitat aus den Kommentaren zur Thematik bei Geocaching Bayern) – da frage ich mich schon, wer denn da tatsächlich Wert auf Punkte legt und das nicht zugeben mag. Wenn mir Statistiken schnuppe sind, dürfte mich eine „Nichtwertung“ doch relativ kalt lassen.

Via cacher.de

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Geocaching-Tools

In einigen Profilen auf geocaching.com sind mir hin und wieder sehr ausführliche Statistiken zu Funden und allerlei anderen interessanten Informationen ins Auge gefallen. Heute habe ich mal spontan Ausschau nach entsprechenden kostenfreien Statistik-Tools gehalten und mir einige näher angeschaut. Meine aktuellen Favoriten sind GCStatistic und das Programm CacheStats. Auf www.cachewiki.de sind noch einige andere zu finden, die nach einer ersten Durchsicht aber für mich nicht in Frage kommen.

Grundsätzlich gibt’s für mich folgende Anforderungen:

  • Ausführliche Auswertungen: Die bieten beide, aber von der Usability der Anwendung hat mich mit Abstand CacheStats überzeugt: Zu geloggten Caches bietet dieses Tool zahlreiche Such-, Sortier- und Editierfunktionen in einer intuitiven Benutzeroberfläche. Ganz egal, ob nach Monaten, FTF, Owner oder Location gefiltert wird: Hier werden alle Ergebnisse inklusive der eigenen Logs übersichtlich angezeigt. GCStatistic zieht da eindeutig den Kürzeren – zwar gibt es auch hier zahlreiche Filterfunktionen, aber das Ergebnis sehe ich erst nach Generierung der gesamten Statistik.
  • Optik der Statistik: Hier hat GCStatistic die Nase vorn. Während CacheStats zwar in der Programmoberfläche wie oben beschrieben punkten kann, beschränkt sich die grafische Gesamtausgabe auf Tabellen. Anders sieht es da bei GCStatistic aus: Mit einem Blick sind hier alle Informationen in übersichtlichen Diagrammen dargestellt.
  • Leichte Online-Einbindung auf geocaching.com: Bei GCStatistic ist der gc-Benutzername und das gc-Passwort einzutragen. Anschließend zieht sich die Anwendung die erforderliche GPX-Datei bei geocaching.com ohne weiteres Zutun auf den Rechner – klasse! Auch die Einbindung der ausgegebenen Statistik zurück ins Profil bei geocaching.com erfolgt per Knopfdruck. Nach dem Hinweis, dass das aktuelle Profil ersetzt wird, kann es gleich bei geocaching.com online gehen. Bei CacheStats geht es auch einfach, aber nicht so komfortabel: Zunächst kann per Klick eine HTML-Datei erzeugt werden, die dann (nach separatem Einloggen bei geocaching.com) im Profil hoch geladen werden kann. Dafür lassen sich via CacheStats zusätzlich Tweets senden. Diese Funktion konnte ich heute leider nicht testen, da für die Authentifizierung bei Twitter ständig die Fehlermeldung 401 (Unauthorized) erschienen ist.
  • Leichte Einbindung in meinen Blog: Eine Einbindung in meinen Blog ohne Veränderung des entsprechenden Quelltextes war bei beiden Anwendungen nicht möglich, schade. Klar kann man sich die Arbeit machen, bei regelmäßigen Updates ist mir das allerdings zu umständlich.

Fazit: Insgesamt gefällt mir GCStatistic am besten. Die Darstellung und die Einbindung sind im Vergleich zu CacheStats sehr gut gelöst. Trotzdem werde ich vorerst beide weiter nutzen, um weitere Erfahrungen zu sammeln. Bei Tipps zu weiteren empfehlenswerten Tools nutzt gerne die Kommentarfunktion 🙂

Abschließender Hinweis: Die Nutzung beider Anwendungen ist kostenlos, setzt aber eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft bei geocaching.com voraus. CacheStats ist nur in englischer Sprache zu haben.